(Motorsport-Total.com) – Vorjahressieger Maverick Vinales erlebte einen völlig chaotischen Renntag auf dem Circuit of The Americas in den USA.
Als vor dem Start in die Aufwärmrunde Marc Marquez in die Boxengasse sprintete, schlossen sich einige Fahrer an. Darunter auch Vinales.
Aber in der Box war sein zweites Motorrad nicht bereit. Deshalb lief der Spanier wieder zurück in die Startaufstellung. Seine Mechaniker waren gerade dabei, seine KTM mit montierten Regenreifen in die Boxengasse zu schieben. Vinales gestikulierte, dass er dieses Motorrad zurückhaben wollte.
Schließlich brach die Rennleitung die komplette Startprozedur ab. Alles begann bei Null. Alle Fahrer wechselten auf Slicks. Vinales nahm problemlos die Aufwärmrunde in Angriff und positionierte sich auf seinem zehnten Startplatz.
Dann gestikulierte und winkte er, weil der Motor plötzlich ausgegangen war. Vinales musste seine KTM mit Hilfe eines Offiziellen aus der Startaufstellung in die Boxengasse schieben. Deshalb musste er das Rennen ebenfalls aus der Boxengasse starten.
„Als wir zum Grid zurückkamen, ging das Motorrad zweimal aus, sodass ich aus der Boxengasse starten musste – das war unglücklich“, seufzt Vinales. Damit waren alle Chancen auf ein Top-10-Ergebnis zunichte gemacht.
Tech3-Teammanager Nicolas Goyon sagt: „Mavericks Motorrad ging aus bislang unbekannten Gründen auf dem Grid aus. Er musste daraufhin aus der Boxengasse starten. Das war schade, denn bereits nach einer Runde lag er zehn Sekunden hinter dem Vorletzten.“
Vinales gab nicht auf und fuhr das Rennen zu Ende. Er kam als 14. ins Ziel und sammelte zwei WM-Punkte. Seine Pace lag im Schnitt bei mittleren 2:03er-Zeiten. Teamkollege Enea Bastianini, der Siebter wurde, fuhr vergleichbare Zeiten.
„Ehrlich gesagt“, meint Vinales, „habe ich mich sehr gut gefühlt, ich hatte einen guten Rhythmus und wir haben an diesem Wochenende eindeutig Fortschritte gemacht. Ich möchte mit dem Team unbedingt in diese Richtung weiterarbeiten.“
„Wir hatten das Potenzial für die Top 5. Wir müssen weiterhin daran glauben, dass wir dieses Ziel erreichen können. Katar in zwei Wochen könnte dafür eine gute Strecke sein – also machen wir weiter.“
Vinales verspürt einen Aufwärtstrend, seit man am Sonntag in Argentinien die Balance des Motorrads verändert hat. Er kann in der Bremsphase mehr Vertrauen aufbauen. Trotz der Wetterkapriolen sah er diesen Trend auch in Austin bestätigt.
„Er hatte ein wirklich gutes Wochenende“, findet Goyon. „Daher sind wir natürlich enttäuscht, weil mehr für uns möglich gewesen wäre. Dennoch verlassen wir Austin mit einer positiven Stimmung, denn sowohl Maverick als auch Enea haben an diesem Wochenende große Fortschritte gemacht.“
Text von Gerald Dirnbeck
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