Francesco Bagnaia stand bisher klar im Schatten des neuen Teamkollegen

(Motorsport-Total.com) – Austin war in der Vergangenheit eine der absoluten Paradestrecken von Marc Marquez.

Schaut man sich die starke Form der Startnummer 93 bei den zurückliegenden MotoGP-Wochenenden in Thailand und Argentinien an, dann geht der Spanier als haushoher Favorit ins dritte Grand-Prix-Wochenende der MotoGP 2025. Ducati-Teamkollege Francesco Bagnaia erwartet aber nicht, dass sein bisher übermächtiger Boxen-Nachbar unbesiegbar ist.

Bagnaia, der beim zurückliegenden Grand Prix in Termas de Rio Hondo das Podium verpasste, hofft in Austin auf einen Formaufschwung. Das Layout des Circuit of the Americas liegt dem Italiener besser als das der zurückliegenden Station.

Die in Argentinien angedeutete Rückkehr zum 2024er-Bike ist allerdings kein Thema mehr. Bagnaia fühlte sich missverstanden und stellte vor dem Auftakt in Texas klar, dass es darum geht, das Gefühl von 2024 zurückzufinden und nicht zum 2024er-Paket zurückzukehren.

Kann Bagnaia auf Marquez‘ Paradestrecke glänzen?
„Ich erwarte, dass es auf dieser Strecke besser laufen wird. Wir sollten auch dank der Fortschritte der beiden vergangenen Rennwochenenden konkurrenzfähiger sein“, kommentiert Bagnaia vor dem dritten MotoGP-Event der neuen Saison.

Vor allem am Kurveneingang sieht Bagnaia noch Luft nach oben. Das Ziel für das Wochenende ist klar. „Ich will den Rückstand verringern und dann sehen, ob es möglich ist, Marc hier zu schlagen. Ich würde gerne sagen, dass es machbar ist“, bemerkt Bagnaia.

„Marc wird an diesem Wochenende sehr stark sein, denn es ist zusammen mit dem Sachsenring seine beste Strecke“, analysiert Bagnaia, der zuletzt nicht nur Marc Marquez unterlag sondern auch regelmäßig hinter der Gresini-Ducati von Alex Marquez ins Ziel fuhr.

„Alex ist hier normalerweise nicht so schnell“, blickt Bagnaia zurück und fügt hinzu: „Doch er machte in diesem Jahr einen großen Schritt. Mein Ziel ist es, mein Gefühl zurückzufinden und mit ihnen zu kämpfen.“

Großer Rückstand in der Meisterschaft, aber …
In der Meisterschaft liegt Bagnaia nach zwei Wochenenden bereits 31 Punkte zurück. „Ich glaube, wenn die ersten beiden Rennen der Saison in Katar oder Portimao gewesen wären, wäre die Situation anders gewesen als dieses Jahr mit Thailand und Argentinien“, grübelt er und ergänzt: „Es ist nicht so, dass ich Fünfter oder Zwanzigster wurde.“

Sollte Bagnaia in Austin konkurrenzfähiger sein als zuletzt in Buriram und Termas de Rio Hondo, dann könnte es im Ducati-Teamduell hitziger zugehen. „Wenn es eng wäre, hätten wir eine tickende Zeitbombe“, erklärt ServusTV-Experte Alex Hofmann. „Das kann dann nicht gut gehen. Pecco muss sich aber erst darauf konzentrieren, den Rest des Feldes in den Griff zu bekommen“, so Hofmann.

Auf Grund der Entscheidung, nicht den 2025er-Motor und das 2025er-Chassis zu verwenden, gibt es Ducati-intern kaum Unterschiede zwischen den sechs Motorrädern im Feld. Entsprechend gefährlich sind auch die Fahrer der Satelliten-Teams. Franco Morbidelli fuhr mit seiner VR46-Ducati aufs Podium und Alex Marquez beendete bisher jedes Rennen auf P2.

Das erschwert Bagnaia die Arbeit. „Technisch hat er mit dem neuen Modell gegenüber den Privatiers ohnehin keinen wirklichen Vorteil mehr“, bestätigt Hofmann.

Text von Sebastian Fränzschky, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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